Energiewende! - In Sachsen?

26.06.2012 - 19:02 Uhr
Themenbereiche: Energierecht, Erneuerbare-Energien-Recht, Photovoltaik, Kanzlei

Im Jahr 2000 standen noch alle Zeichen für eine Energiewende. Kurzzeitig waren wir sogar Spitzenreiter in der Solarbranche und unser Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wurde sogar von vielen Ländern übernommen. Es war ein Vorzeige-Gesetz, welches insbesondere durch sein Modell der Einspeisevergütung überzeugte. Im Streit um die Solarförderung haben der Bund und die Länder nun einen Kompromiss gefunden, welcher genau diese Einspeisevergütung ab einer Obergrenze von 52 Gigawatt installierter Leistung auslaufen lässt. Das ist dann das Ende der Einspeisevergütung. Insgesamt haben die erneuerbaren Energien in Deutschland mittlerweile einen Anteil von 20% an der Stromerzeugung. Sachsen tut sich hier allerdings schwer. Während die Nettostromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Sachsen-Anhalt bei 36% und in Thüringen sogar bei rund 40% liegt, setzt Sachsen weiterhin auf Braunkohle. Hierzulande werden nur knapp 9% des Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugt. Demgegenüber beziehen wir unseren Strom aber zu ganzen 78% aus Braunkohle. Das ist ein Armutszeugnis für Sachsen und zu einer Energiewende tragen wir damit wohl kaum bei, zumal wenn man bedenkt, dass der CO2-Ausstoß als eine der Hauptursachen des Klimawandels angesehen wird.

Hierzu ein Beitrag vom 26.06.2012 auf MDR Info mit Prof. Maslaton.

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