Tracking pixel Multi-Milliarden-Markt Drohnen: Innovation versus regulatorisches Dickicht · MASLATON Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Multi-Milliarden-Markt Drohnen: Innovation versus regulatorisches Dickicht

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Während das Marktpotenzial für zivile Drohnen gewaltig ist, bremsen regulatorische Hürden und Sicherheitsbedenken den Durchbruch. Prof. Dr. Martin Maslaton im Interview für die €uro am Sonntag.

In der aktuellen Ausgabe der €uro am Sonntag (04/2026) äußert sich unser geschäftsführender Gesellschafter und Vorstandschef des Bundesverbands Zivile Drohnen (BVZD), Prof. Dr. Martin Maslaton, detailliert zur Zukunft der unbemannten Luftfahrt. Das Interview macht deutlich, dass Drohnen längst kein Spielzeug mehr sind, sondern einen zentralen Wirtschaftsfaktor der kommenden Jahre darstellen. 

Das Interview im Überblick.

Vom Nischenmarkt zum wirtschaftlichen Schwergewicht

Prof. Dr. Martin Maslaton prognostiziert bei einem drohnenfreundlichen Umfeld ein Marktpotenzial im hohen zweistelligen Milliardenbereich für Deutschland und Europa. Dies entspräche einer massiven Vervielfachung des aktuellen Marktes, der sich derzeit noch im hohen dreistelligen Millionenbereich bewegt. Die technologische Reife ist dabei bereits heute so weit fortgeschritten, dass selbst autonom fliegende Luft-Taxis keine technische Hürde mehr darstellen.

Die Drohne als technologischer Alleskönner

Die Anwendungsgebiete ziviler Drohnen sind nahezu unbegrenzt und reichen weit über die reine Logistik hinaus. Besonders in der Infrastruktur und im Energiesektor ermöglichen sie die effiziente Inspektion von Offshore-Windenergieanlagen und Schienenstrecken. Im medizinischen Bereich kann der beschleunigte Transport von Notfallmedikamenten Leben retten, während die Wissenschaft von präziser Wetterforschung zur Prognose Erneuerbarer Energien profitiert. Nicht zuletzt eröffnen sich in der privaten Sicherheitswirtschaft neue Wege zur Überwachung großer Industrieareale.

Regulatorien als Hemmschuhe für Innovationen

Trotz dieser enormen Chancen identifiziert Prof. Dr. Martin Maslaton erhebliche Barrieren, die den Masseneinsatz bislang behindern. Im europäischen Raum werden oft die strengen Sicherheitsmaßstäbe der bemannten Luftfahrt angelegt, was den Betrieb durch hohe Kosten pro Gewichtseinheit häufig unwirtschaftlich macht. Hinzu kommen Herausforderungen im Datenschutz sowie geopolitische Bedenken bezüglich der Sicherheit der genutzten Schnittstellen. Auch die rechtliche Lage bei der Drohnenabwehr auf Privatgeländen erfordert nach Ansicht von Prof. Dr. Martin Maslaton dringende Anpassungen in den Polizeigesetzen.

Appell für mutige rechtliche Rahmenbedingungen

Damit Deutschland den Anschluss an führende Märkte nicht verliert, bedarf es eines klaren gesellschaftlichen Konsenses und mutiger regulatorischer Anpassungen. Nur so kann die technologische Revolution in der Luft ihre volle wirtschaftliche Kraft entfalten und rechtssicher in den Alltag – von Privatpersonen und Unternehmen – integriert werden.

Das vollständige Interview finden Sie in der Ausgabe 04/2026 der €uro am Sonntag.

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