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Luftverkehrsrecht - EU legt Aktionsplan für Drohnenabwehr vor

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Europa will hunderte Millionen Euro für die Drohnenabwehr mobilisieren. Außerdem sollen ein EU-Gütesiegel und die 5G Infrastruktur für mehr Sicherheit sorgen.

Mehr Geld, neue Regulierung und Technologie – das sind die drei Koordinaten, mit denen die EU-Kommission feindliche und kriminelle Drohnen abwehren will. Neben der militärischen Verteidigung geht es bei dem im Februar 2026 vorgestellten Aktionsplan um den koordinierten Schutz kritischer Infrastruktur. Für die Sicherheit von Kraftwerken, Flughäfen, Industriebetrieben, sonstigen kritischen Einrichtungen sowie den Außengrenzen will die Kommission ein Finanzvolumen von 250 Millionen Euro einsetzen.

Dazu soll die bestehende Drohnen-Regulatorik an die „neue Sicherheitsrealität“ angepasst werden. So will die Gemeinschaft die Lieferketten kontrollieren und ein Gütesiegel „EU Trusted Drone“ auf dem europäischen Markt einführen. Drohnen mit Zulassung in Europa könnten künftig so programmiert werden, dass sie über kritische Gebiete nicht mehr fliegen können. Die Mitgliedsstaaten werden ferner aufgefordert, im Zuge der Drohnenabwehr gemeinsame Beschaffungsprogramme aufzusetzen.

Änderungen sind auch für Pilotinnen und Piloten geplant. So könnten künftig schon Drohnen ab einem Gewicht von 100 Gramm (g) eine eigene ID benötigen, unter der sie auch registriert werden müssen. Das 5G-Daten- und Telekommunikationsnetz soll die Technologie für die Drohnenerkennung liefern, etwa indem die Sendemasten wie Radarsysteme unerlaubte Bewegungen in der Luft erkennen. Brüssel will den Aktionsplan mit den Mitgliedsstaaten diskutieren, die letztlich für die Drohnenabwehr zuständig sind.

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