🔒 Drohnenwirtschaft - Frisches Geld für Rehkitzrettung – Hohe Kosten in der Praxis
« NewsübersichtDas Bundeslandwirtschaftsministerium erneuert die Förderrunde für Drohnen zur Wildtierrettung. Doch Praktiker monieren steigende Folgekosten, die sie selbst tragen müssen.
Pünktlich zu Beginn des Frühjahrs hat der Bund ein neues Drohnen-Förderprogramm für die Rettung von Rehkitzen vor landwirtschaftlichen Mähmaschinen aufgelegt. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium mitteilte, stehen 2026 für die Anschaffung von Drohnen mit Wärmebildtechnik zur Wildtierrettung 2,1 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel sei es, die Geräte flächendeckend zu etablieren, um Wildtiere, insbesondere Rehkitze, besser vor Verletzungen oder dem Tod zu schützen. Betroffen sind vor allem Rehkitze, da in ihren ersten Lebenswochen die erste Mähperiode des Grünlands ansteht.
In Fachmedien meldeten sich dazu auch Kritiker zu Wort. Natürlich sei die Wiederauflage der Förderung positiv, zitiert ein Blatt einen Jäger, der zusammen mit Rehkitzvereinen in der Wildtierrettung aktiv ist. Das Problem: die laufenden Kosten für Versicherung, Wartung oder Fahrtkosten der Piloten seien in den letzten Jahren deutlich gestiegen, müssten aber von den Rettenden selber getragen werden. Ähnliches gelte für Zubehör, das separat anzuschaffen sei wie die Wärmebild-Monitore und Transportkörbe. Hier wünschen sich die Praktiker ebenfalls Unterstützung vom Bund, um die Rettungsmaßnahmen auch finanziell schultern zu können.